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Landesarchiv >> Jahresberichte >> Jahresbericht 2007 >> Abteilung 4 Generallandesarchiv Karlsruhe

Abteilung 4 Generallandesarchiv Karlsruhe

Arbeitsschwerpunkte

Dank der Verankerung von Mitteln für das Erweiterungsbauvorhaben im Doppelhaushalt 2007/08 konnte noch vor der Jahresmitte mit der Ausführungsplanung für den Erweiterungsbau begonnen werden. Insbesondere die Funktionsbereiche wie Nutzung, Restaurierung und Fotostelle waren exakt zu planen, gestützt auf das Fachwissen fast aller Referate und vieler Sachgebiete. Am Ende des Jahres zeichnet sich ein Beginn der Baumaßnahme im April 2008 ab. Der vollständige Auszug des Kreisarchivs entschärfte etwas das Kapazitätsproblem, so dass das Scheitern der im Vorjahr unternommenen Bemühungen um ein Außendepot vorläufig noch unschädlich ist. Diese müssen aber fortgesetzt werden, zumal mit der Bezugsfähigkeit der Magazine im Erweiterungsbau frühestens 2011 gerechnet werden kann, auch wenn der Erweiterungsbau im Jahr 2010 wie nun absehbar fertiggestellt sein sollte.

Im Jahr 2007 wurde vorwiegend Schriftgut eingegliederter unterer Sonderbehörden im Umfang von 277 Regalmetern übernommen; weiterhin erwähnenswert ist die Überlieferung der Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen in Calw sowie die der Landesanstalt für Pflanzenbau in Forchheim mit einer umfangreichen Sammlung zur Geschichte des Tabakanbaus. Auch das nichtstaatliche Archivgut erfuhr wertvolle Zugänge: Einen weiteren Teil des für die oberrheinische, speziell Straßburger Geschichte wichtigen Familienarchivs von Türckheim, die Umweltdokumentation des Försters Wilhelm Knobloch, eines Ahnherrn der Anti-Atomkraft-Bewegung - ihre Inventarisation als Projekt der Stiftung Kulturgut hat schon begonnen - sowie Teile des Verlagsarchivs C. F. Müller.

Im Rahmen des Beständeaustauschs konnten die Akten der vorderösterreichischen Landrechte und des vorderösterreichischen Appellationsgerichts aus dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv und dem Hauptstaatsarchiv Stuttgart übernommen und so die Zusammenführung von Teilen der vorderösterreichischen Zentralprovenienzen abgeschlossen werden; ebenfalls aus München wurde der Karlsruher Bestand der Reichskammergerichtsakten noch einmal angereichert, was bei der Inventarisierung schon berücksichtigt wurde.

Die Erschließungstätigkeit stand ganz im Zeichen der Zugangs- und Haldenbearbeitung. Zumal dank des intensiven Einsatzes von Hilfskräften konnte mit 1.009 Regelmeter Schriftgut und mehr als 126.000 Titelaufnahmen ein beispielloser Erfolg erzielt werden. Durch diesen großen Schritt schließt sich die Schere zwischen Neuzugängen und Verzeichnung weiter, eine hochwillkommene Trendumkehr, die aber auch das Fachpersonal, das andere wichtige Verzeichnungsarbeiten hintanstellen musste, sehr forderte; gleichwohl ging die Arbeit an den noch fehlenden Beständeübersichten weiter, zu denen auch die zeitintensive Revision der Scope-Beständebeschreibungen zu zählen ist. Dank der Zuweisung einer qualifizierten ABM-Kraft konnte ein Schwerpunkt auf die Erschließung der in jüngerer Zeit eingekommenen Forstamtsüberlieferungen gelegt und dabei die Zusammenführung neuer Zugänge und bereits vorhandener Bestände gemäß den Erschließungsrichtlinien nach ISAD (G) erprobt werden. Das Kulturgut-Stiftungsprojekt "Lehen- und Adelsarchiv, Specialia" konnte abgeschlossen werden, ebenso das Konversionsprojekt der Vorprovenienzen vor 1806 der südbadischen Bezirksämter. Zum Zuwachs der online-verfügbaren Findmittel um 50 % hat auch ein laufendes Konversionsprojekt auf EGZ-Basis beigetragen. Als gedruckte Inventare von Adelsarchiven konnten die Urkundenregesten der Archive der Freiherren von Mentzingen und der Freiherren Roeder von Diersburg in der Reihe der Inventare der staatlichen Archive der Öffentlichkeit übergeben werden.

Der Pflege der Beziehungen zu abgebenden Stellen dienten zwei Behördentage für Amtsgerichte, mit denen eine qualitative Verbesserung der Überlieferungsbildung beim Prozessschriftgut angestrebt wurde. Ein Workshop "Archive nutzen - aber wie", der zusammen mit dem Arbeitskreis Heimatpflege im Regierungsbezirk Karlsruhe veranstaltet wurde, musste wegen des großen Interesses zweimal angeboten werden. - Unter den dem allgemeinen Publikum zugewandten Aktivitäten ragte die Jahresausstellung "Wege aus der Armut" hervor, die ein reges Presse- und Besucherinteresse auslöste, auch an zwei auswärtigen Präsentationsorten. Ebenso wurden zwei weitere, zuvor erstellte Ausstellungen an drei auswärtigen Orten präsentiert. Wie gewohnt, fand wieder eine Karlsruher Tagung für Archivpädagogik, die 8., am 23.3. in den Räumen des Landesmedienzentrums statt, und das Archiv beteiligte sich an der 9. Karlsruher Museumsnacht am 4.8. mit gutem Erfolg. Als einmalig erwähnenswert ist das Geschenk, das die Landesregierung Papst Benedikt XVI. zum 80. Geburtstag machte: ein Faksimile der Widmungsseite des Tennenbacher Güterbuchs mit entsprechendem Kommentar.

Die vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg eingesetzte Experten-Kommission "Eigentumsfragen Baden" traf sich in der Regel im Generallandesarchiv. In dem von ihr erstellten und am 18.12. der Öffentlichkeit übergebenen Gutachten findet auch das hier im Hause vorhandene Archivgut im Eigentum des Hauses Baden Erwähnung. Wegen seiner sehr arbeitsintensiven Mitwirkung in dieser Kommission konnte der Leiter für die Wahrnehmung der üblichen Dienstgeschäfte nur eingeschränkt zur Verfügung stehen. Welche Folgen sich für das Archiv aus diesem Gutachten ergeben, war am Jahresende noch nicht abzusehen.

Das Generallandesarchiv blickt auf ein sehr arbeitsreiches, dabei auch erfolgreiches Jahr zurück. Dies verdankt sich zum größten Teil dem unermüdlichen Einsatz der Belegschaft, wofür der Leiter seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besonders dankbar ist.

Den gesamten Jahresbericht im PDF-Format zum Download finden Sie unter folgendem Link: