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Landesarchiv >> Jahresberichte >> Jahresbericht 2007 >> Abteilung 2: Fachprogramme und Bildungsarbeit

Abteilung 2: Fachprogramme und Bildungsarbeit

Nach der Neuformierung der Abt. 2 im Jahr 2006 konnten 2007 zahlreiche Arbeitsvorhaben in allen Bereichen abgeschlossen werden. Im Zug des Stellenabbaus verlor die Abteilung eine weitere Stelle des höheren Dienstes.

Überlieferungsbildung und Erschließung

Im Bereich der Überlieferungsbildung wurde beschlossen, die Sicherung der Unterlagen von Körperschaften, Anstalten und Stiftungen (§ 8 LArchG) aktiv zu begleiten. Dies war geboten, um drohende Überlieferungsverluste zu vermeiden. Zugleich kann nun auf Entwicklungen in den vergangenen Jahren reagiert werden, bei denen staatliche Aufgaben zunehmend in Institutionen mit solchen Rechtsformen ausgelagert wurden. Ein erster Pilot einer systematischen Überlieferungsbildung wurde bei den Betriebskrankenkassen gestartet. Gleichzeitig wurden die Sammlungsrichtlinien neu gefasst und dabei der wachsenden Bedeutung des privaten Sektors für die gesellschaftliche Überlieferung angepasst (Verabschiedung 2008).

Damit wurden Grundlagen für eine Intensivierung einer "Überlieferungsbildung im Verbund" geschaffen. Mit einer weithin beachteten Fachtagung über die Überlieferungslage zum Themenkomplex "1968" konnte ein fruchtbares Fachgespräch über Archivsparten hinweg und mit der Forschung angestoßen werden. Für den Sportbereich wurden bei einer Fachtagung ebenfalls Vorschläge für eine Konzeption der Überlieferungsbildung im Verbund vorgestellt.

Zur Qualitätssteigerung der Überlieferung bei personenbezogenen Massenakten hat eine Arbeitsgruppe neue Verfahren vorgeschlagen, die nach interner Abstimmung schon in einem Projekt zur Novellierung des Überlieferungsmodells für Steuerakten eingesetzt wurden und im Frühjahr 2008 veröffentlicht werden. Die 2006 mit dem Justizministerium erarbeiteten Überlegungen zur Überlieferung der Grundbücher wurden in weiteren Gesprächen abgestimmt; sie sollen in eine Kabinettsvorlage des Ministeriums einfließen. Der Vertrag mit der AOK zur Abgabe der Unterlagen über Zwangsarbeiter wurde unterzeichnet, und bei einer Informationsveranstaltung mit Vertretern aller AOK-Bezirksdirektionen die Aktenübergabe vorbereitet. Die intensiven Verhandlungen zwischen AOK, LA BW und Landesdatenschutzbeauftragtem wurden im Datenschutzbericht 2007 positiv hervorgehoben.

Der häufigere Austausch der Fachkollegen bei den Arbeitssitzungen der AG Überlieferungsbildung hat sich insbesondere bei der engen Verzahnung der Überlieferung elektronischen und analoger Unterlagen bewährt. Ein Konzept zur Sicherung der Information der Volkszählungsunterlagen 1946 und 1950 wurde vorgelegt.

Die 2006 beschlossene neue Qualitätsbeschreibung der Findmittel (Codierung) wurde von den Archiven 2007 umgesetzt und diente schon als Grundlage für Arbeits- und Projektplanungen. Nutzer erhalten mit diesen Beschreibungen der Findmittel bei den jeweiligen Beständen im Internet weitere Information für die Vorbereitung ihrer Archivbesuche.

In Zusammenarbeit mit den Archivabteilungen und Abt. 1 wurde im Rahmen der Digitalisierungsstrategie des Landesarchivs ein Aktionsplan erarbeitet, in dem mögliche Konversions- und Digitalisierungsprojekte zusammengestellt wurden. Einen ersten Baustein bildet das von der DFG finanzierte Pilotprojekt zur Konversion bisher nur analog vorliegender Findmittel. Das Landesarchiv hat die Konversion von Findmitteln in einem Gesamtvolumen von rd. 60.000 Verzeichnungseinheiten vorbereitet. Die Bearbeitung startet im Januar 2008.

Die Übergabe staatlicher Unterlagen an Kreis- und Stadtarchive setzt nach § 3 Abs. 3 LArchG die archivfachliche Anerkennung voraus. Diese konnte 2007 für die Kreisarchive Böblingen und Karlsruhe sowie die Stadtarchive Pforzheim und Eppingen ausgesprochen werden.

Archivischer Denkmalschutz

Im Oktober 2007 fand nach 1999 erstmals wieder eine Besprechung mit Vertretern des Grundbesitzerverbandes und des St.-Georgen-Vereins zum Informationsaustausch im Bereich von Adelsarchivpflege und archivischem Denkmalschutz statt. Neben abgeschlossenen und laufenden Projekten wurde vor allem über die neu eingeführten Förderrichtlinien der Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg für die Erschließung und Erhaltung von Adelsarchiven in Privatbesitz informiert sowie das Projekt einer Datenbank "Adel in Baden-Württemberg" vorgestellt.

Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit

In einem mehrstufigen Abstimmungsprozess wurde ein neues Corporate Desgin entwickelt, das künftig die Gestaltungsgrundlage für alle Produkte des Landesarchivs bildet. Im Zentrum der Publikationen stehen die Archivnachrichten, die in neuer konzeptioneller Ausrichtung und grafischer Gestaltung auf dem Deutschen Archivtag in Mannheim präsentiert wurden. Die erste Ausgabe wurde sehr positiv in der Öffentlichkeit aufgenommen, was nicht zuletzt durch die hohe Nachfrage nach dem attraktiven Themenheft ("1968 - Was bleibt von einer Generation?") belegt wird. Ein variables Messesystem mit Infoplakaten bildet künftig den Rahmen zur Präsentation des Landesarchivs auf Veranstaltungen. Es wurde auf dem Deutschen Archivtag in Mannheim für den Stand des Landesarchivs erstmals eingesetzt. Flyer zum Landesarchiv sowie zu den Internetangeboten und erste Werbeprodukte (Taschen) liegen inzwischen vor.

Publikationen

In den Reihen des Landesarchivs erschienen folgende Bände:

Digitale Bilder und Filme im Archiv. Marketing und Vermarktung. Vorträge des 66. Südwestdeutschen Archivtags am 24. Juni 2006 in Karlsruhe-Durlach. Hg. v. Michael Wettengel. 114 Seiten, 36 Abbildungen.

Werkhefte der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg A / 19: Piccard-Online. Digitale Präsentationen von Wasserzeichen und ihre Nutzung. Hg. v. Peter Rückert, Jeannette Godau und Gerald Maier. 184 Seiten, 55 Abbildungen.

Inventare der nichtstaatlichen Archive in Baden-Württemberg:

Band 33: Archiv der Freiherren von Schauenburg. Oberkirch. Bearb. v. Magda Fischer. 1053 Seiten.

Band 34: Archiv der Freiherren von Mentzingen. Schlossarchiv Menzingen. Urkundenregesten 1351-1805. Bearb. v. Martin Armgart. 503 Seiten.

Band 35: Archiv der Freiherren Roeder von Diersburg. Urkundenregesten 1310-1812. Bearb. v. Martin Burkhardt u. Konrad Krimm. 220 Seiten.

Wanderausstellungen

Auf überregionales Interesse stieß die Wanderausstellung über den 1934 ermordeten badischen Politiker Ludwig Marum - "Ludwig Marum. Für Recht und Freiheit" -, die im Oktober im Deutschen Bundestag in Anwesenheit von prominenten politischen Repräsentanten eröffnet wurde. Neue Wege wurden für eine Präsentation in Lenzkirch gegangen, bei der in der Firma Testo unter dem Titel "hin und weg" in Form eines Dialogs von archivisch dokumentierte Auswandererschicksale des 19. Jahrhunderts und dazu entworfene Bilder einer Künstlerin ausgestellt wurden.

Archivpädagogik

Die 8. Karlsruher Tagung für Archivpädagogik im März war mit fast 100 Teilnehmern wiederum die größte ihrer Art in Deutschland. Mit dem Kultusministerium und der Abteilung Schule und Bildung des Regierungspräsidiums Karlsruhe wurden Gespräche über die Etablierung von Archivpädagogen geführt.

Datenbankprojekte

Württembergisches Urkundenbuch Online

Das mit Mitteln der Stiftung Kulturgut (mit-)finanzierte Projekt wurde 2007 (in Zusammenarbeit mit Abt. 1 und 7) planmäßig beendet. Nach abschließenden Redaktionsarbeiten wird die Internetpräsentation im März 2008 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Internetpräsentation "Klöster in Baden-Württemberg"

Die Internetpräsentation wurde weiter ausgebaut. Der Abschluss der Arbeiten ist für 2008 geplant.

Kreisbeschreibungen

Kreisbeschreibung Esslingen

Die ersten Manuskripte externer Autoren wurden redaktionell bearbeitet. Die Fotodokumentation (Boden- und Luftaufnahmen) wurde abgeschlossen. Als Kooperationsprojekt mit dem Landeskirchlichen Archiv Stuttgart wurde die (fotografische) Inventarisierung der evangelischen Kirchen des Kreisgebiets erarbeitet.

Kreisbeschreibung Heilbronn

Eine große Zahl externer Autoren konnte für das Projekt gewonnen werden. Die Materialerhebung (Statistiken, gedruckte / ungedruckte Quellen, Gemeindefragebögen) wurde termingerecht zum Jahresende abgeschlossen. Die Bildlisten (Boden- und Luftaufnahmen) wurden erarbeitet.

Regionale Öffentlichkeitsarbeit

Die Tage der Heimatgeschichte wurden im Landkreis Rastatt (19.10., Muggensturm) und im Hohenlohekreis (5.10., Neuenstein) erfolgreich fortgesetzt. Im Landkreis Heilbronn wurde am 12. Oktober auf dem ersten Tag der Heimatgeschichte in Eppingen das Projekt der neuen Kreisbeschreibung der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Landkreis Esslingen startete am 9. November die Reihe "Geschichte und Gegenwart im Landkreis Esslingen" unter dem Thema "Wein und Kultur in Neuffen" (Neuffen-Kappishäusern). Bis zu 250 Gäste besuchten die einzelnen Veranstaltungen - eine Resonanz, die belegt, wie attraktiv diese regionalen Angebote sind.

An dem erstmals durchgeführten "Albsymposium. Geschichte der Kulturlandschaft im Biosphärengebiet der Schwäbischen Alb" (16./17.11., Münsingen) arbeitete die Abteilung ebenfalls mit.

Den gesamten Jahresbericht im PDF-Format zum Download finden Sie unter folgendem Link: