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Textedition A 602 Nr. 280

Textedition A 602 Nr. 280


Kaiser Friedrich III. bestätigt die Vormundschaft Graf Ulrichs V. von Württemberg-Stuttgart über dessen Neffen Graf Eberhard V. von Württemberg-Urach

Ausfertigung, Pergament, 29,5 x 53 cm; Majestätssiegel des Kaisers (mit Rücksiegel) anhängend / (vgl. II 11)

1458 April 11 oder 18, Wiener Neustadt


Wir Friderich von Gottes gnaden Römischer keyser, zu allenn tzeitten merer des reichs, hertzog zu Österreich, zu Steyr, zu Kernndten und zu Krain, herre auf der Windischen Marckh und zu Porttenaw, grave zu Habspurg, zu Tirol, zu Phirt und zu Kyburg, marggrave zu Burgow und lanntgrave im Ellsass, bekennen und tun kunt offentlich mit diesem brief allen den, die in sehen oder hörn lesen: Als wir nechst dem wolgebornnen Ludwigen1, graven zu Wirttemberg und zu Mumppelgart, weilent graf Ludwigs des eltern2 auch grafen daselbs sone, nach dem und er zu seinen tagen komen, was für sich und als einem trager des wolgebornnen Eberhartten3, auch graven zu Wirttemberg und zu Mumppelgart, seinem bruder, ire lehen, die von uns und dem heiligen reich zu lehen rurn, zu lehen haben verlihen gehabt, nach lautt unserr kaiserlichen brief darüber gegeben, daz uns der wolgebornn Ulrich4, grave zu Wirttemberg, unser und des reichs lieber getrewer, durch sein erber und trefflich bottschafft hat furbracht und zu erkennen geben lassen, wie das der vorgenant graf Ludwig, ettwenn graff Ludwigs des elltern seines bruders sone, mit tode aus disem zeitt [!] auch newlich verscheiden und graf Eberhartt, auch desselben seines bruders sone, noch zu seinen tagen nit komen sey und hat uns darauf diemüticlich gebetten, nach dem und er vormals dieselben zwen bruder, nemlich graf Ludwigen und graf Eberhartten, des egenantten seines bruders sone, mit irn lannden und leutten als ir getrewer vormunder inngehabt und er nun nach solichem obgemelten abganng den egenantten graf Eberhartten mit willen desselben graff Eberharts lanntschafft auch yetzo als vormunder innhabe, das wir zu derselben seiner vormundschafft, biß das der vorgenant graf Eberhartt zu seinen vogtpern und auch mit der macht, den als curator und versorger, biß er zu seinen folligern jarn kumpt, in allen sachen inntzuhaben, zu versorgen und zu bewarn, unsern kaiserlichen gunst und willen zu geben und die also zu bestettigen gnadiclich geruchten. Des haben wir ange- sehen des vorgenantten graf Ulrichs von Wirttemberg diemütig und fleissig bete, auch die annemen und nutzlichen dinste, die er uns und dem reich offt und dickch, williclich und unverdrossenlich hat getan und hinfur auch wol tun mag und sol in kunfftigen zeitten, und haben darumb mit wolbedachtem muet, guttem ratte und rechter wissen dem vorgenantten graf Ulrichen von Wirttem- berg zu der vormundschafft graf Eberharts, weilent graf Ludwigs seines bruders sone, auch zu der versorgnüß regierung und bewarung desselben graf Eberharts, also das er den benanttenn graf Eberhartten mit allen seinen lannden und leutten, auch allen irn eren, wirden, herlicheitten, freiheitten, rechten und zugehörungen, biß das derselb graf Eberhart zu seinen vogtpern und ferrer biß zu seinen folligern jarn komet, in allen sachen innhaben, versorgen und bewaren sol und mag, ungeuerlich von allermeniclich ungehindert unsern kaiserlichen gunst und willen gegebenn und im die also gnädiclich confirmirt und bestettiget, geben unsern keyserlichen gunst und willen dartzu, confirmiren im die auch also von Römischer kaiserlicher machtvolkomenheit wissent- lich in krafft diß briefs, was wir im dann als Römischer kaiser daran also pillichen geben, vergonnen, confirmiren und bestettigen sollen und mögen. Und wir gepietten darumb allen und yeg- lichen unsern und des reichs undertanen und getrewen, in was wirden, states oder wesens die sein, von egemelter kaiserlicher macht ernstlich und vesticlich mit disem brief, das sy alle und ir yeglicher in sonderheit den vorgenanten graf Ulrichen von Wirttemberg als curator an der obgemelten unserr verwilligung der vormundschafft, auch versorgnüß und bewarung und diser unserer kaiserlichen confirmirung und bestettigung nicht hindern noch irren in dhain weise, als lieb einem yeglichem sey unser kaiserlich huld zu behallten und unser swer ungnad zu vermeiden. Mit urkunt diß briefs versigelt mit unserr kaiserlichen maiestat anhangundem insigel, geben zu der Newenstat an Erichtag sand Valerians tag nach Cristi gepurt viertzehenhundert und im achtundfunfftzi-gistem, unsers reichs im newntzehendem und des kaiserthumbs im sybendem yare.



Admandatum proprium domini imperatoris
Ulricus Weltzli vicecancellarius5



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1 Graf Ludwig II. von Württemberg-Urach (1439-1457)
2 Graf Ludwig I. von Württemberg-Urach (1412-1450)
3 Graf Eberhard V. von Württemberg-Urach (1445-1496)
4 Graf Ulrich V. von Württemberg-Stuttgart (um 1413-1480)
5 Kanzleivermerk auf der Plica



Bearbeiter: Jeannette Godau, Stefan Lang, Judith Matzke, Peter Rückert