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Textedition A 602 Nr. 169

Textedition A 602 Nr. 169


Ausschreiben der Stadt Stuttgart und der anderen Ämter in Württemberg-Stuttgart an die Ämter und Landschaft in Württemberg-Urach

Abschrift, Papier (zeitgenössisch) / (vgl. II 7)

[1457 Juli/August, Stuttgart]

Unser fruntlich willig dienst voran, ersamen und wysen besunder lieben und gu(o)ten frunde. Wie unser herr der pfaltzgrauffe1 unsern gnedigen herren2, uns und ander die sinen wider gott, ere und recht und alle billichait zu(o) uberziehen und an lyb und gu(o)t zu(o) beschedigen, und wie im unsere herr marggrauff Karle von Baden3 des hilff und bystand zu(o) tu(o)nd vermaint, haben ir, des wir nit zwyfeln, gu(o)ter maß wol verstanden, deßhalb vch wyter davon zu(o) schriben nit not tut, danne sovil die wyl unser gnediger herr gegen den gemelten sinen widertater zu feld zu(o) ziehn und sich ye sölicher unbillichait mit hilff des almächtigen gottes vff zu(o) enthalten und der widerstand zu(o) tu(o)n vermeint, so bitten wir vch mit allem flyß und wissentlich, söliche unbillichait zu(o) hertzen zu(o) nemen und anzusehen und zu(o) bedencken, das wir ains stammens und namen und von alter her zu
gu(o)ter frunntschaft mitainander herkommen sind und dem benannten, unserm gnedigen herren und uns in sölichen anliegenden nöten und sachen zu(o) setzen hilff und bystand zu(o) tu(o)n, als ir wöltend, daz wir ob muner [!] und unsern gnedigen herren uch oder ander den iren [!] söliche unbillichait begegnen und zu(o)sten wurd, ouch tu(o)n sollten. Und als wir mainen, nachdem unser gnedig herren, ir und wir sipp und fruntschaft halb gegenainander vermischt und gewanndt sind, daz sölichs die billichait heisch und ervorder, und ir wöllent uch hierinn so güttwillig und fruntlich bewysen als wir vch des und alles güten wol getrewen und uns gentzlich zu(o) vch versehen wollen, das wöllen wir zusampt dem, daz wir unzwyfenlich hoffen, daz vch das von allen liebhabern rechttu(o)nds zu güten, lob und ru(o)m kommen und zu(o)gehegt werden söll gar unvergessenlich, umb vch zu(o) gedienen haben in allen geburlichen sachen. Geben under der von Stu(o)tgarten insigel.


Gericht, rat und gemainde der stat Stutgart und aller ander empter unsres gnedigen herrn grave Vlrichs zü Wirtemberg



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1 Gemeint ist Pfalzgraf Friedrich I. (1425-1476)
2 Graf Ulrich V. von Württemberg-Stuttgart (um 1413-1480)
3 Markgraf Karl von Baden (? 1475)



[Hinweis: mit o überschriebenes u wird durch u(o) dargestellt]


Bearbeiter: Erwin Frauenknecht