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Der Ulmer Einsatzgruppenprozess 1958

Die Mörder sind unter uns.
Der Ulmer Einsatzgruppenprozess 1958

Ausstellung in Ulm - Neues Findbuch im Internet

Haus der Geschichte präsentiert Prozessakten aus dem Staatsarchiv Ludwigsburg

bis 13.07.2008 (Stadthaus Ulm)

Ulmer Einsatzgruppenprozess
Aufnahme: Südwestpresse Ulm (Simon Resch)


Die im Staatsarchiv Ludwigsburg lagernden Akten über den Ulmer Einsatzgruppenprozess im Jahr 1958 stehen im Mittelpunkt einer Ausstellung, die das Haus der Geschichte Baden-Württemberg zusammen mit dem Ulmer Stadtarchiv vom 16. Februar bis 13. Juli 2008 im Ulmer Stadthaus zeigt. In der Ausstellung präsentiert werden auch repräsentative Ausschnitte aus dem im vergangenen Jahr entdeckten Tonbandmitschnitten der Urteilsverkündung.

Der Ulmer Einsatzgruppenprozess, der am 28. April 1958 eröffnetet wurde, war der erste große Prozess vor einem deutschen Schwurgericht, der sich mit dem Massenmord an Juden während der NS-Zeit beschäftigte. Angeklagt waren zehn Angehörige des "Einsatzkommandos Tilsit", einem mobilen Mordkommando von SS, Gestapo und Sicherheitsdienst, das 1941 an Massenerschießungen in Litauen beteiligt war. Nach 60 Verhandlungstagen wurden alle zehn Angeklagten zu mehrjährigen Zuchthausstrafen verurteilt. Außerdem verloren sie zeitweilig ihre bürgerlichen Ehrenrechte, wie zum Beispiel das Wahlrecht.

Der Ulmer Einsatzgruppen-Prozess markiert eine bedeutende Zäsur in der juristischen Aufarbeitung des Nationalsozialismus und hatte die Gründung einer Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg zur Folge, die wiederum weitere Prozesse gegen NS-Täter wie den Frankfurter Auschwitz-Prozess im Jahr 1963 vorbereitete.

In der Ulmer Ausstellung werden 50 Jahre nach dem Prozess erstmals zentrale Dokumente aus den umfangreichen Justizakten einem breiteren Publikum zugänglich gemacht. Weitere Informationen zur Ausstellung und zum Begleitprogramm finden Sie auf der Homepage des Hauses der Geschichte.

Siehe auch:
Onlinefindbuch über die Prozessakten