1942 wurde die Schülerzahl in Blaubeuren um 15 auf 55 erhöht, wodurch mehr Arbeits- und Schlafräume benötigt wurden. Infolgedessen war auch eine größere Menge Kohle nötig.
Insgesamt benötigte die DHS Blaubeuren in diesem Jahr 1250 Zentner, anstatt wie bisher rund 1000 Zentner. Schon Ende 1942 konnte die gewünschte Menge nicht vollständig geliefert werden. Da der Winter aber mild war, konnte der Heimschulbetrieb wie bisher weitergeführt werden.
Im Winter 1944/45 verschärfte sich jedoch die Lage: Ende Dezember 1944 waren die Kohlenvorräte der Heimschule trotz Sparmaßnahmen erschöpft. Die Weihnachtsferien mussten auf unbestimmte Zeit verlängert werden. Wann der Heimschulbetrieb 1945 wieder aufgenommen wurde, geht aus den Akten nicht hervor.
- Schreiben des Leiters der Deutschen Heimschule Blaubeuren an die Ministerialabteilung (27. Dezember 1944).
- Schreiben des stellvertretenden Heimschulleiters an einen Kohlelieferanten mit der Bitte, Brennstoff zu liefern (8. Februar 1945).
Natürlich war nicht nur die Heimschule in Blaubeuren vom Kohlenmangel betroffen: Im gesamten Deutschen Reich musste der Unterricht gekürzt oder Schulen zusammengelegt werden. Vor allem gegen Ende des Krieges konnten Schließungen nicht mehr verhindert werden - trotz Sparsamkeit und der Nutzung anderer Brennstoffe wie Holz oder Tannenzapfen.
Staatsarchiv Ludwigsburg
F 445, Bü 8 und F 446, Bü 7
|